
Willkommen im Zentrum für
vorchristliche Naturspiritualität in Europa (Paganismus) in Hamburg
Dieses Zentrum erwächst aus der Besinnung auf die direkt beobachtbare Natur und fühlbare Basis der Naturspiritualität in Europa
als gemeinsame Grundlage verschiedenster paganer Lebens- und Glaubenskonzepte.

Info-Zentrum
In unserem Informationszentrum in Hamburg kannst du deine Fragen stellen.

Netzwerk Hamburg
Lerne gleichgesinnte kennen bei Stammtischen und Events.

Bildungs-Zentrum
Neben Quellen für die autodidaktische Bildung bieten wir ein Mentoring-Programm.
Grundsätze
Ausgehend von dieser gemeinsamen Basis darf, kann und soll sich die persönliche spirituelle Weiterentwicklung individuell gestalten. Wir sind kein Dachverband und vertreten auch nicht grundsätzlich alle paganen Menschen in Deutschland.
- Wir beobachten und erfühlen die Natur und ihre Kreisläufe. Dabei achten wir das Leben und die 4 Elemente Erde, Luft, Wasser und Feuer.
- Wir leben bewusst im Einklang mit den Jahreszeiten, die wir mit den 8 Jahreskreisfesten ehren und verstehen uns selbst als Teil der Natur.
Was ist Paganismus?
„Pagane Menschen“ – eine Definition
(Ein poetischer Beitrag von S. Maaß, veröffentlicht auf der PaganCon 2026, Fachkonferenz für pagane Themen und Praktiken)
Wir fließen mit Flüssen und wehen im Wind,
die Erde zu Füßen und Feuer im Sinn,
ja das ist, was wir wirklich sind.
Außen erwachsen und innerlich Kind,
mit einem Körper aus Erde und Gedanken aus Wind,
mit einem Herzen aus Wasser, das vor Gefühlen sprudelt,
manchmal wird geweint und manchmal wird gejubelt,
mit einer Seele aus Feuer, die uns zeigt wofür wir brennen,
damit wir unseren Lebensweg klar und hell erkennen.
Wir sind Menschen, verbunden mit der Natur und den Welten,
mit den Flüssen, den Seen und auch mit den Bergen,
deren Spitzen sich wie Türme in den Himmel erstrecken
und unseren Geist dazu bewegen, Perspektiven zu wechseln.
Wir sind verbunden mit den Ebenen, den Wesen, den Welten,
seien es Drachen, Kobolde, Feen oder Elfen,
Gottheiten, die wir schätzen und verehren,
die Früchte der Erde, die wir genussvoll verzehren,
seien es die Tiere, denen wir im Walde begegnen,
oder Wolken, die Sonne, der Schnee und der Regen,
das Wetter, die Kräfte der Mutter Natur,
der Hagel, das Gewitter oder der Sturm.
Seien es unsere Ahnen, die uns durch das Leben begleiten
uns immer wieder bestimmt in die Linie weisen,
unsere Mütter, Väter und ihre Vorfahren,
denen wir unsere Herkunft zu verdanken haben.
Sie sind es, die uns maßgeblich prägen,
nicht seit immer, aber zumindest in diesem Leben,
sie sind es aus deren Erlebnissen wir stets lernen,
bis wir uns schließlich von alten Mustern entfernen.
Wir sind eins mit der Mutter, dem Vater, dem Leben,
dem unten und oben und allem dazwischen,
so wie wir uns geistig in die Lüfte erheben,
so steigen wir hinab in die Erde, tief runter.
Wir können Leben geben, so wie eine Mutter,
nähren und Dinge beim Wachsen betrachten,
aber wir können auch Kraft spenden und schützend bewachen,
wie der Vater, im Himmel dort oben, der mit seiner unendlichen Weite die Erde umarmt.
Wir brauchen keine Paläste, Kirchen oder Schlösser,
heilig sind uns Wälder, Berge und Gewässer,
wir brauchen uns, unser Licht und unseren Körper,
denn alles was wir tun, ist unsere Kraft zu verkörpern.
Sie kommt von innen wie ein stilles Wissen,
ein Wissen, dass viele schon lange vermissen,
weil sie vergaßen sich zeitig zu erinnern,
dass die meisten heute nicht mehr leben,
sondern innerlich verkümmern.
Wir sind diejenigen, die klar sehen,
wir müssen sterben um wirklich zu leben,
um zu fliegen müssen wir uns dem freien Fall hingeben,
um zu lernen werden wir Fehler begehen,
um Erfahrungen zu sammeln werden wir Menschen begegnen,
die unterschiedlichsten Meinungen sehen,
und letztendlich werden wir alle verstehen,
dass wir zusammen aber trotzdem alleine gehen.
Alleine im Sinne von jeder ist anders,
auf seine Weise verschieden besonders,
mit anderen Ansichten, anderen Regeln, anderer Meinung und and ́ren Bestreben,
mit anderem Glauben und anderem Prinzip,
anderer Herangehensweise und verschiedenem Antrieb,
seien es Kelten oder Germanen,
das meiste ist ähnlich nur mit anderen Namen.
Und trotzdem sind wir uns in einem alle einig:
Jeder ist frei und in seiner Kraft heilig!
Wir sind frei wie der Wind auf den tobenden Meeren,
der die Wellen zu hohen Türmen aufschlägt,
wir sind wild wie das Feuer, das erst alles niederbrennt
und anschließend fruchtbaren Boden bringt,
die züngelnden Flammen die uns einst verschlungen,
funkeln und knistern nun in unseren Herzen,
das Feuer lehrt uns immer wieder,
Wachstum erfordert manchmal auch Schmerzen.
Wie ein Phönix aus der Asche sind wir erneut im Leben
und haben den Weg erkannt, den wir alle wieder gehen,
und auch wenn uns die meisten nicht verstehen,
ist das kein Problem, denn wir müssen uns keinem mehr erklären.
Ich habe nun versucht mit ein paar Zeilen zu beschreiben,
wer wir sind, was wir tun und wie wir uns vereinen,
mit der Natur und mit allem in den ganzen Welten,
mit den verschiedenen Strömungen, wie den Germanen und den Kelten.
Wir sind eins mit Allem und dennoch allein,
auf eine gute Weise, denn das macht uns frei.
~